Karakant – Am heutigen Morgen richtete sich Marschall Alrun Amalbalde mit zwei ungewöhnlich persönlichen Botschaften an die junge Bevölkerung der Republik. In den gesetzlich vorgeschriebenen Mitteilungen, die täglich über die Mobilgeräte aller Kinder und Jugendlichen versandt werden, fand der Marschall klare Worte – nachdenklich, zugewandt, und zugleich geprägt von der ihr eigenen Nüchternheit.
In der Nachricht an Jugendliche (13–18 Jahre) sprach der Marschall über Verantwortung, Freiheit und das oft stille Heldentum junger Menschen im Alltag. „Ihr lebt in einer Republik, die euch schon mit sechs ein Telefon in die Hand drückt“, so Amalbalde. „Manche nennen das Kontrolle. Ich nenne es Verantwortung.“
Sie betonte, dass die jungen Bürger keine symbolische Zukunft seien, sondern reale Menschen mit echten Gedanken und Fehlern – und dass das System, das Irkanien schütze, auch dazu da sei, Raum für genau dieses freie Denken zu erhalten. „Unsere Legionen stehen nicht nur für die Ordnung. Sie stehen für euer Chaos. Euren Krach. Eure Sehnsucht nach mehr.“
In der Version für Kinder (6–12 Jahre) wählte der Marschall einen besonders behutsamen Ton. „Vielleicht sind deine Socken nicht gleich gefunden worden. Vielleicht regnet es. Das ist okay“, heißt es darin. In einfacher Sprache lobt sie das tägliche Mitmachen, das Lernen, Wachsen und Fragenstellen – und schließt mit einer Zusicherung: „Heute wird ein guter Tag. Und falls nicht: Morgen kommt ein neuer. Ich bleibe hier.“
Die Botschaften erscheinen im Rahmen der gesetzlichen Informationspflicht (§3 Mobiltelefonpflichtgesetz) und werden jeweils durch die Kommandoabteilung für Propaganda in Zusammenarbeit mit dem Marschallamt freigegeben. Beide Texte gelten Beobachtern zufolge als ungewöhnlich offenherzig – ein seltener Einblick in das Verhältnis zwischen Staatsführung und der nächsten Generation.
Bild, Genepohl Südöstlicher Quadrant